Unterwegs

Samstag, 12. April 2008

Rentner mit Fotohandy und Langeweile

Heute Morgen auf dem Weg zum Bäcker. Ein junger Mann steigt vor einer Bank aus seinem Auto. Ein wenig gestresst verschwindet er im Vorraum der Bank. Sein Auto steht im Parkverbot, behindert aber niemanden.
Plötzlich springt ein Opa aus einem Gebüsch neben dem parkenden Auto, zückt sein Handy und fotografiert mit einem hämischen Grinsen das Auto des Parksünders und macht sich anschließend eine Notiz auf einem Zettel.

Liebe Rentner! habt ihr eigentlich nichts besseres zu tun, als am Morgen aus Langeweile Beweismittel gegen Parksünder zu sammeln? Warum genießt ihr nicht einfach euren wohlverdienten Lebensabend anstatt Behörden und Beamte mit so einem lächerlichen Scheiß zu beschäftigen?

Opas, die aus Langeweile jeden kleinen Parksünder anschwärzen, gehen mit Sicherheit auch bei rot über die Ampel wenn kleine Kinder daneben stehen. Solche Leute sind für mich der Abschaum unserer Gesellschaft einfach nur bekloppt. So eine Beschränktheit tut mir einfach nur leid. Und noch schlimmer finde ich, dass ich solchen Leuten auch noch ihre Rente finanzieren muss ...

Liebe Rentner mit Fotohandy! Überlasst die Falschparker ruhig dem Ordnungsamt und macht euch lieber wo anders mal nützlich! Dann geht es in diesem Land auch mal wieder aufwärts!

Dienstag, 8. April 2008

Was es nicht alles gibt




Gesehen in einem gastronomischen Betrieb im Bremer Umland.

Mittwoch, 26. März 2008

Ganz besonders schön is ja auch ...

... wenn man morgens um 5.00 Uhr aufsteht, um von Bremen nach Hamburg zu fahren und dann in Schneewehen bei einem Superstau einfach mal mit macht.


Bilanz:

Bremen-Hamburg: sechs Stunden
Wahrgenommener Termin: eine Stunde
Hamburg-Bremen: drei Stunden
Erfolg dieser Unternehmung: gering bis null


Es gibt Tage, da sollte man nach dem Aufstehen erst mal aus dem Fenster kucken. Und wenn es schneit, einfach wieder hinlegen.

Samstag, 15. März 2008

Falls mich jemand sucht ...

... ich bin hier und mache das.

Bis die Tage und schon mal Frohe Ostern.

'Kreativer Osterhase'

Und nicht vergessen: Wer Ostern mit den Eiern spielt, hat Weihnachten Bescherung.

Samstag, 29. Dezember 2007

Das gute alte Schnittchen

... oder Wurstbüttaken, wie meine Oma immer dazu sagte. Ich kann den Pathologen gut verstehen.
Als ich mit der Chefin zusammen eine Reise nach China unternommen habe, hatten wir in unserer Reisegruppe eine Mutter (ende 50) mit ihrem Sohn (mitte 20) dabei. Die beiden hatten einen ganzen Koffer voll mit Dosenwurst und vakuumverpacktem Käse dabei. Alles nach guter deutscher Tradition hergestellt.
In der ersten Woche wurden die beiden von allen anderen aus der Reisegruppe belächelt. In der dritten Woche lächelten die beiden über uns, die wir doch alle unsere Wurst- und Käseschnittchen sehr vermissten.

Sonntag, 23. September 2007

Ent-Zug

Mein Zug rollt langsam in einen Bahnhof ein. Etwas müde schaue ich aus dem Fenster. Ich beobachte wie auf dem Nachbargleis ebenfalls ein Zug einschwebt.
Der Zug gegenüber ist noch nicht ganz zum Stehen gekommen da öffnen sich auch schon die Türen. Zwei Männer und eine Frau zünden sich noch während des Sprungs auf den Bahnsteig mit zitternden Händen ihre bereits im Mund steckenden Zigaretten an. Hastig rauchend schauen Sie ständig nach links und rechts, ob hoffentlich noch kein Schaffner das Signal zur Weiterfahrt gibt. Doch es gibt keine Gnade für die drei. Nach nicht ganz zwei Minuten ertönt das Signal zur Weiterfahrt. Die Türen piepen bereits, als Warnung, dass sie gleich schließen werden. Die zwei Männer sind schon im Zug, als die Frau im allerletzten Moment durch den Spalt der sich schließenden Tür gerade noch rechtzeitig in den Wagon schlüpft. Ich sehe wie in Zeitlupe, dass sie in der Luft schwebend einen letzten großen Zug an ihrer Zigarette nimmt und diese sich anschließend aus dem Mund reißt und auf den Bahnsteig wirft.

Mein Zug rollt ebenfalls wieder an. Ich lehne mich entspannt zurück in meinen Sitz und denke: is schon scheiße wenn man süchtig ist.

Freitag, 6. Juli 2007

Schlimmer als Husten

Es begab sich auf der Festung Königstein im Elbsandsteingebirge.

'koenigstein3' von hasebert

Ich bestaune das massive Gemäuer der Festung, die niemals eingenommen wurde. Frage mich wie man wohl die Artillerie zu jener Zeit koordiniert hat. Erkenne die Struktur der Verteidigungsringe an der Eingangsseite der Festung. Lese Schilder über Techniken des Steineschmeißens und über die Funktion von Pechnasen.

'koenigstein1' von hasebert

Und wie ich so die schöne Aussicht von dort oben auf das Elbetal genieße höre ich wie ein kleiner Junge seiner kleinen Schwester den folgenden Sachverhalt erklärt:

"Wenn man da runter fällt, dann is man tot."
Pause.
"Das is schlimmer als Husten."

Dienstag, 3. Juli 2007

Zauberhafter Konter

Letze Woche Donnerstag habe ich am Abend das Zauberschloss in Schönfeld bei Dresden besucht. Der Zauberer Torsten Pahl präsentierte dort sein Close-Up Programm.
Irgendwann während seiner Vorstellung ließ er Münzen von einer Hand in die andere wandern. Ein älterer Herr im Publikum protestierte lautstark: "Da lassen sie bestimmt was durch die Ärmel sausen!".
Ich dachte Scheiße, das kann man als Zauberer echt gut gebrauchen. Neunmalkluge Zuschauer, die natürlich alle Tricks kennen und eine Zaubervorstellung nur besuchen um den Zauberer mal kräftig reinzureißen.

Doch der Kollege vorne reagierte besonnen und bat den Herrn samt Gattin auf die Bühne. Beide sollten ihm jeweils einen Ärmel zuhalten. Und siehe da: Die Münzwanderung von der einen Hand in die andere funktionierte auch mit zugehaltenen Ärmeln. Jetzt kam die Stunde des Zauberers.

Zauberer (zu der Dame): "Und? Haben Sie was gespürt?"

Dame: "Nein!"

Zauberer (zum vorlauten älteren Herrn): "Und? Haben Sie etwas gesehen?"

Älterer vorlauter Herr: "Nein!"

Zauberer: "Sehen Sie? Sie sind das perfekte Paar!"

Mit einem dicken Grinsen im Gesicht lehnte ich mich entspannt in meinen Stuhl zurück und genoss den Rest der Vorstellung. Der vorlaute Herr hat es übrigens den Rest des Abends vorgezogen zu schweigen.

Freitag, 29. Juni 2007

Stör anno domini

Wir schreiben das Jahr 2007. Ganz Dresden ist in der Moderne angekommen. Ganz Dresden? Nein. In einem kleinen Haus irgendwo in der Stadt ist die Zeit stehen geblieben. Ich öffne die Tür, die hinter mir mit einer Kontruktion aus Seilrolle, Seil und einem mit Steinen befüllten Sack selbstständig wieder ins Schloss rasselt. Da spricht mich auch schon von der Seite derb eine mittelalterlich gekleidete Dame an:

Burgfräulein: "Was begehrt ihr mein Herr?"

Störgröße: "äh ... wir hatten einen Tisch bestellt..."

Burgfräulein: "Ahhh! Ihr wollt hier fressen und was zu saufen!"

Störgröße: "Oder so, ja."

Das Burgfäulein weist uns einen Platz zu. Das Mobiliar ist einfach: Rustikale Tische aus Holz, Bänke und Schemel. Auf dem Steinboden liegt vereinzelt etwas Stroh. Das Glas in den Fenstern ist trüb und von verschiedenen Farben durchsetzt. An den Wänden hängen Kettenhemden, Lanzen, ein paar Tierfelle. An einer Wand befindet sich ein alter Kamin. In dem ganzen Lokal gibt es kein elektrisches Licht. Alles ist mit Kerzen ausgeleuchtet.

Burgfäulein: "Sprecht, was wollt ihr saufen!"

Störgröße: "Eine Cola bitte."

Burgfäulein: "Pah! Teufelszeug!"

Störgröße: "Dann vielleicht ein Wein?"

Burgfräulein: "Also einmal einen Krug Met."

Die Speisekarte auf einer Papierrolle enthält im wesentlichen totes Tier, verschiedene Käsesorten und Brote. Die Preise sind in Talern und Silberlingen ausgeschrieben. Es dauert etwas bis ich diese mittelalterliche Sprache entschlüsselt habe und entscheide mich für etwas mit Hähnchenfleisch und Nudeln. Die Getränke und auch das Essen werden in Krügen und auf Geschirr aus Ton aufgetischt. Besteck? Naja, ein Holzlöffel und ein Holzmesser, mit dem man alles machen kann außer das Fleisch zerteilen ... mit den Fingern geht es auch, scheint hier auch so üblich zu sein. Von dem Met teile ich mir an diesem Abend mit einem Kollegen übrigens drei Krüge à einen Liter.

Plötzlich stehen zwei Typen im Raum. Angezogen mit Hemden aus Leinen, Hosen aus Leder. Der eine hat diverse Fiedeln und eine art Dudelsack dabei, der andere eine Trommel und eine Laute. Sie beginnen den Abend mit mittelalterlichen Klängen und derben Lieder musikalisch zu untermahlen. Wirklich gut. Eine Textpassage lautete zum Beispiel:

"... Schock, schwere Not, mein Eheweib ist tot.
Wer stopft mir jetzt die Socken und kocht mein Abendbrot? ..."


Die beiden bekommen Verstärkung durch einen Esel und einen Ziegenbock, die durch das Lokal trotten und sich an den Tischen die Speisereste abholen. Ein Esel? Oder zwei Esel? Der Met entfaltet seine Wirkung ...
Zeit die Heimreise anzutreten.

Hier der passende Link zum Erlebnis.

Montag, 25. Juni 2007

Othellogasmus

'othello' von hasebertWährend ich mich im Osten unserer Republik an Ampelmännchen oder grünen Pfeilen erfreue, hat die Chefin ihre Liebe am Osten an der Wikana Keks und Nahrungsmittel GmbH Lutherstadt Wittenberg verloren.
Es sind die OTHELLO-Kekse (mit viel Kakao), die sie beim Reinbeissen in orgasmusähnliche Zustände versetzten.
Das Schlimme daran ist, dass es diese Scheißkekse wirklich nur im Osten gibt. Ich kenne keinen einzigen Laden im ach so goldenen Westen, der diese Kekse im Angebot hat. Warum ist das nur so?

Liebe Wikana Keks und Nahrungsmittel GmbH, wenn ihr Euren Umsatz steigern wollt, braucht ihr nur einen einzigen Laden im Ruhrgebiet zu beliefern. Ich kenne dort einen dankbaren Kunden.

Liebe Chefin, falls Du das hier liest, kannst Du Dich schon mal freuen. Die ersten 24 Packungen gehen diese Woche auf die Reise Richtung Heimat.


Zum Schluss noch der passende Witz zum Keks:

Was sucht ein Keks im Sommer unter einem Baum?
Ein schattiges Plätzchen ...

Hier angelt gerade ...

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Dann
deprimiert es aber auch ein wenig.
pathologe - 5. Mai, 08:39
Richtig! Leisten muß...
Richtig! Leisten muß man es sich können.
Stockfisch - 5. Mai, 00:41
Nichtstun
... macht nur Spaß, wenn man eigentlich viel...
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Nachts spielt der Herr...
Nachts spielt der Herr Huber auch gerne mal die Tuba. Klingt...
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Genau das meine ich....
Genau das meine ich. Ich hab das mal geändert....
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