... wen man(n) nach zwei Wochen Dienstreise nach Hause kommt, und die Chefin als Geschenk den lang ersehnten neuen Krimi von Simon Beckett zum Empfang bereit hält.
Ein Geschenk, das sicherlich nicht ohne Eigennutz ist ... ;-)
So sind wir Männer: pragmatisch durch und durch.
Dafür schreiben Frauen dann in Kontaktanzeigen Dinge wie: "Suche Mann mit Pferdeschwanz. Frisur egal."
... wenn sie dich nicht bei deinem Namen nennt.
Sagte die Chefin, als wir vor einiger Zeit zusammenfanden, noch liebevoll "Hase" zu mir, so nennt sie mich seit neustem auch hin und wieder mal "Bär". Auch wenn sie dieses Wort "Bär" sehr liebevoll über ihre Lippen säuselt, so empfinde ich diese Entwicklung doch etwas besorgniserregend. Es ist nicht die erste Beziehung, in der ich feststelle, dass mit der Anzahl der Ehejahre auch die Größe der Tiere wächst, die in der Beziehung als Kosename Verwendung finden.
In manchen Beziehungen kommen auch Tiere vor, die nicht aus dem Vorbild der Natur stammen, sondern der Phantasie liebevoller Ehemänner entspringen. So nennt der Mann einer Tante von mir seine Angetraute gerne auch mal "Morle". Lustig is dann wenn er wie neulich anruft und ganz bedröppelt eine Verabredung mit uns absagt: "Du, es tut mir fürchterlich leid, aber die Morle liegt schon den ganzen Nachmittach krank aufe Couch. Wir kommen dann ein anders mal wenn et der Morle bissken wat besser geht."
Seine Tochter nennt er je nach Laune übrigens "Belle" oder "Tütebelle".
Mittag. Ein Restaurant um die Ecke. Ein kleiner Plausch mit Kollegen in der Mittagspause. Plötzlich ein ohrenbetäubendes *KLIRRRR!!!*.
Der Kellner hat auf dem Weg in die Küche ein paar Teller fallen lassen.
Der ältere Herr am Tisch gegenüber (man sieht förmlich seinen Schlak im Nacken) sieht lächelnd seine Frau an und sagt säuselnd zu ihr: "Hörste Schatz? Die spielen unser Lied."
... wenn sie dir morgens den Kaffee ans Bett bringt, und du ihn nur noch mahlen musst.