Fortsetzungsroman: Tückischer Musculus Cremaster (Teil 3)
Nach soviel Trara um meine Fortpflanzungmaschinerie entschloss ich mich dann doch mal zum Urologen zu gehen. Weil ich im jenen Quartal schon einmal von meinem Hausarzt behandelt worden war, musste ich erst zu ihm hin und mir eine Überweisung holen.
Dritter Akt: Umweg über meinen Hausarzt
Ich betrete die Praxis meines Hausarztes.
"Guten Tag Herr Stör! Was können wir heute denn für sie tun?"
"Ich brauche eine Überweisung", sage ich. "Zum Urologen", flüstere ich.
"Warum?"
"Wegen meiner Klöööten Du neugierige Tante! Und getz mach dasse de Übbaweisung ran kriss! Das würde ich vielleicht lieber mit dem Herrn Doktor besprechen."
"Wie sie wollen. Dann nehmen sie bitte noch kurz im Wartezimmer Platz."
Nach fünf Minuten bin ich dran. Mein Arzt empfängt mich mit dem üblichen Lächeln und dem Geldscheinfunkeln in den Augen.
"Tag Herr Stör. Ich höre sie wollen zum Urologen? Was haben sie denn für Beschwerden?"
"Keine. Aber einige ihrer Kollegen sind der Meinung, dassmeine Klöten zu hoch hängen ich einen Hodenhochstand habe, der unbedingt behandelt werden muss."
"Ach, sieh an! Ja dann mal die Hose runter, das muss ich mir auch mal anschauen ..."
Sprach er und zog den altbekannten Gummihandschuh an und fängt an zu tasten.
"Tja ... mhhh ... also ...tja ..."
"Ja?"
"Das is kein Hodenhochstand."
"Ach? Was denn?"
"Sie haben einen Pendelhoden. Is eigentlich nix schlimmes."
"Also muss ich auch nicht zum Urologen?"
"Doch, doch. Gehen sie da ruhig mal hin. Kann ja nicht schaden. Sagen sie ihm bitte, dass er ihnen einen Befund ausstellen soll. Hier haben sie die Überweisung."
Vierter Akt: Mein erster Besuch bei einem Urologen
Was gibt nicht alles für schaurige Geschichten aus dem Urologenalltag. Deshalb bin ich ein wenig nervös als ich die Praxis des Facharztes für Urologie betrete. Im Wartezimmer bin ich unzingelt von den erwarteten Verdächtigen. Lauter Opas, die sich über Prostataprobleme und Nierensteine unterhalten. Ich sitze direkt neben einer verschlossenen Tür. Ich kann nur erahnen was sich hinter dieser Tür abspielt. Hören kann ich nur ein herzzerreißendes Wimmern. Ungefähr so wie ein Hund, der bei Herrchen um ein Leckerchen bettelt. Nach einer Weile hört das Wimmern auf. Als die Tür sich öffnet bewegt sich ein junger Mann sehr breitbeinig (also John Wayne wäre da neidisch geworden) in Richtung Eingangsbereich. Mit gequältem Gesicht spricht er mit der Arzthelferin einen neuen Termin ab. Ich überlege ob ich vielleicht besser gehen sollte. Doch dann ...
"Herr Stör bitte!"
"Äh ... meinen sie mich?"
"Ja wenn sie der Herr Stör sind. Bitte hier herein, der Doktor wartet schon ..."
Ängstlich bewege ich mich in den Raum. Der Raum ist sehr groß. Am hinteren Ende sitzt hinter einem Schreibtisch ein dicker Fleischklopps in Flanellhemd und brüllt fäkalienartige Wörter in einen Telefonhörer. Sein Gesicht ist rot angelaufen. Mit einem speckigen Taschentuch wischt er sich, während er immer noch flucht, den Scheiß von der Stirn. Dann verstummt er, wirft den Hörer auf das Telefon. Dann schaut er das Telefon haßerfüllt an und brummt: "Scheiß Weiber! Immer das gleiche mit der blöden Pute!" Dann schaut er zu mir: "Und was kann ich für sie tun?"
"Ja.... ähhh.... ich hab... also.... meine Hoden ....."
"Ja. Hoden. Sollten se haben. Und was is damit?"
"Ja also der Arzt bei der Musterung .... der meinte ..... Hodenhochstand."
"Ja dann. Ma nich so zimperlich! Hose runter und auf die Pritsche da hinlegen!"
Während ich mich auf besagter Pritsche positioniere zieht sich der Flanellfleischklopps den üblichen Handschuh über. Dann kommt er und beugt sich über mich. Er schiebt die Hoden hin und her, rauf und runter, und runzelt dabei mächtig die Stirn.
"Was isn das für ne Narbe?"
"Blinddarm."
"Ganz schön weit unten für nen Blinddarm."
Und ich denke: Da versteh einer die Ärzteschaft. Hoden zu hoch, Blinddarm zu tief ...
"Ja und was hammse nun mitte Hoden. Irgendwelche Beschwerden?"
"Ich hab da nix mit. Aber ihre Kollegen ...."
"Jaja. Lassen se ma. Ist alles Ok so wie et is. Wenn sie keine Beschwerden haben gibt es keinen Grund zur Sorge. So. Dann ziehen se sich ma wieder an!"
"Mein Hausarzt meinte sie sollten ihm einen Bericht schreiben."
"Wieso? Is doch alles in Ordnung."
"Na dann schreiben sie ihm bitte wenigstens das auf."
Total genervt reißt er einen Zettel von einem Notizblock ab und schreibt in großen Buchstaben darauf
linker Hoden i.O., rechter kann so bleiben!
Dritter Akt: Umweg über meinen Hausarzt
Ich betrete die Praxis meines Hausarztes.
"Guten Tag Herr Stör! Was können wir heute denn für sie tun?"
"Ich brauche eine Überweisung", sage ich. "Zum Urologen", flüstere ich.
"Warum?"
"
"Wie sie wollen. Dann nehmen sie bitte noch kurz im Wartezimmer Platz."
Nach fünf Minuten bin ich dran. Mein Arzt empfängt mich mit dem üblichen Lächeln und dem Geldscheinfunkeln in den Augen.
"Tag Herr Stör. Ich höre sie wollen zum Urologen? Was haben sie denn für Beschwerden?"
"Keine. Aber einige ihrer Kollegen sind der Meinung, dass
"Ach, sieh an! Ja dann mal die Hose runter, das muss ich mir auch mal anschauen ..."
Sprach er und zog den altbekannten Gummihandschuh an und fängt an zu tasten.
"Tja ... mhhh ... also ...tja ..."
"Ja?"
"Das is kein Hodenhochstand."
"Ach? Was denn?"
"Sie haben einen Pendelhoden. Is eigentlich nix schlimmes."
"Also muss ich auch nicht zum Urologen?"
"Doch, doch. Gehen sie da ruhig mal hin. Kann ja nicht schaden. Sagen sie ihm bitte, dass er ihnen einen Befund ausstellen soll. Hier haben sie die Überweisung."
Vierter Akt: Mein erster Besuch bei einem Urologen
Was gibt nicht alles für schaurige Geschichten aus dem Urologenalltag. Deshalb bin ich ein wenig nervös als ich die Praxis des Facharztes für Urologie betrete. Im Wartezimmer bin ich unzingelt von den erwarteten Verdächtigen. Lauter Opas, die sich über Prostataprobleme und Nierensteine unterhalten. Ich sitze direkt neben einer verschlossenen Tür. Ich kann nur erahnen was sich hinter dieser Tür abspielt. Hören kann ich nur ein herzzerreißendes Wimmern. Ungefähr so wie ein Hund, der bei Herrchen um ein Leckerchen bettelt. Nach einer Weile hört das Wimmern auf. Als die Tür sich öffnet bewegt sich ein junger Mann sehr breitbeinig (also John Wayne wäre da neidisch geworden) in Richtung Eingangsbereich. Mit gequältem Gesicht spricht er mit der Arzthelferin einen neuen Termin ab. Ich überlege ob ich vielleicht besser gehen sollte. Doch dann ...
"Herr Stör bitte!"
"Äh ... meinen sie mich?"
"Ja wenn sie der Herr Stör sind. Bitte hier herein, der Doktor wartet schon ..."
Ängstlich bewege ich mich in den Raum. Der Raum ist sehr groß. Am hinteren Ende sitzt hinter einem Schreibtisch ein dicker Fleischklopps in Flanellhemd und brüllt fäkalienartige Wörter in einen Telefonhörer. Sein Gesicht ist rot angelaufen. Mit einem speckigen Taschentuch wischt er sich, während er immer noch flucht, den Scheiß von der Stirn. Dann verstummt er, wirft den Hörer auf das Telefon. Dann schaut er das Telefon haßerfüllt an und brummt: "Scheiß Weiber! Immer das gleiche mit der blöden Pute!" Dann schaut er zu mir: "Und was kann ich für sie tun?"
"Ja.... ähhh.... ich hab... also.... meine Hoden ....."
"Ja. Hoden. Sollten se haben. Und was is damit?"
"Ja also der Arzt bei der Musterung .... der meinte ..... Hodenhochstand."
"Ja dann. Ma nich so zimperlich! Hose runter und auf die Pritsche da hinlegen!"
Während ich mich auf besagter Pritsche positioniere zieht sich der Flanellfleischklopps den üblichen Handschuh über. Dann kommt er und beugt sich über mich. Er schiebt die Hoden hin und her, rauf und runter, und runzelt dabei mächtig die Stirn.
"Was isn das für ne Narbe?"
"Blinddarm."
"Ganz schön weit unten für nen Blinddarm."
Und ich denke: Da versteh einer die Ärzteschaft. Hoden zu hoch, Blinddarm zu tief ...
"Ja und was hammse nun mitte Hoden. Irgendwelche Beschwerden?"
"Ich hab da nix mit. Aber ihre Kollegen ...."
"Jaja. Lassen se ma. Ist alles Ok so wie et is. Wenn sie keine Beschwerden haben gibt es keinen Grund zur Sorge. So. Dann ziehen se sich ma wieder an!"
"Mein Hausarzt meinte sie sollten ihm einen Bericht schreiben."
"Wieso? Is doch alles in Ordnung."
"Na dann schreiben sie ihm bitte wenigstens das auf."
Total genervt reißt er einen Zettel von einem Notizblock ab und schreibt in großen Buchstaben darauf
linker Hoden i.O., rechter kann so bleiben!
Flaschenpost an







