Fortsetzungsroman: Tückischer Musculus Cremaster (Teil 1)
Es gibt Erlebnisse, die unser Leben einschneidend verändern. Die folgende Geschichte beschreibt nicht solch ein Erlebnis, aber eines, aus dem ich die Erfahrung gewonnen habe, niemals mehr einem Arzt zu trauen, insbesondere dann nicht wenn es sich um meine Weichteile handelt.
Alles begann eigentlich ganz harmlos mit einem Brief vom Kreiswehrersatzamt mit der höflichen Aufforderung mich doch zur Musterung vorzustellen. Ich habe nie etwas auf die ganzen Mythen und Legenden, die sich um diese Veranstaltung ranken, gegeben. Nie. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich vor knapp 13 Jahren die Türschwelle des Kreiswehrersatzamtes in Hagen überschritten habe.
Erster Akt: Kreiswehrersatzamt
Es ist ein sonniger Tag. Das Kreiswehrersatzamt befindet sich in der vierten Etage. Als ich die Räumlichkeiten betrete bin ich verwundert. Alles Zivilisten. Hallo? Ich denke hier gehts um den Bund? Wo sind denn die ganzen Uniformierten hin? Egal. Die Dame hinter dem Schild "Anmeldung" ist weder freundlich noch unhöflich zu mir, reicht mir zahlreiche Formulare, einen Kugelschreiber und ein Klemmbrett, mit der Aufforderung das alles schon mal auszufüllen. Dann werde ich zum ersten mal aufgerufen. In einem miefigen Büro empfängt mich ein typischer Amtsschimmel. Zuerst nimmt er mir die ganzen Formulare ab. Dann schaut er mich über seine Lesebrille hinweg an.
"Wollen sie den Wehrdienst verweigern?"
"Äh. Nö. Eigentlich nicht."
Er tippt etwas mit seiner Schreibmaschine auf das bereits eingespannte Stück Papier.
"Wir hatten sie in unserem Anschreiben aufgefordert Nachweise über sportliche Leistungen mitzubringen. Haben sie da etwas?"
"Ja. Hier mein Seepferdchen und die ganzen Urkunden von den Bundesjugendspielen."
"Nee. Das meinten wir damit nicht."
Wieder hämmert er auf den Tasten herum.
Enttäuscht packe ich meine schönen Urkunden wieder ein.
"Gut. Dann können sie draußen wieder Platz nehmen, Herr Stör."
Als ich zum zweiten mal aufgerufen werde folgen Urinprobe, Gewicht und Körpergöße ermitteln, eine Blutabnahme usw. Direkt im Anschluss daran schiebt man mich in ein Zimmer, das mit einer jungen Dame und einem älteren Herrn besetzt ist. Sie sitzen sich an zwei aneinander gestellten Schreibtischen gegenüber. Rechts von mir steht eine Behandlungsliege und unmengen von diesen Plakaten, die die menschliche Muskulatur, das menschliche Skelett und das Nervensystem darstellen, zieren die Wände. Weil er ein Stethoskop um den Hals hängen hat vergebe ich dem älteren Herrn die Rolle des Arztes. Ich muss auf einem Stuhl mitten im Raum sitzen. Dann beginnt er ohne mich dabei anzusehen mit seinem Fragenkatalog.
"Rauchen sie?"
"Nein"
"Trinken sie?"
"Manchmal."
"Viel?"
"So normal halt."
"Nehmen sie Drogen?"
"Nö."
"Dann stehen sie mal auf und ziehen ihre Hose herunter."
Ich tue wie es mir angeordnet wird, und auf das Stichwort 'Hose runter' schaut die junge Dame gelangweilt aus dem Fenster.
Der Arzt rollt sitzend in seinem Schreibtischstuhl auf mich zu. Auf dem Weg zu mir streift er sich ein Paar Gummihandschuhe über.
"Umdrehen und nach vorne beugen!"
Ich drehe und beuge mich. Er fummelt mir am Hintern rum und murmelt dabei etwas wie "Jo... Hämorriden... Keine..."
"Gut. Wieder umdrehen und grade hinstellen."
Nun befummelt er mein Gemächt. Plötzlich stoppt er und schaut fragend zu mir herauf.
"Wo ist denn ihr rechter Hoden?"
Etwas verdutzt schaue ich zu ihm herab.
"Ich weiß nicht. Heute Morgen waren beide noch da und ich hab auch keinen Zuhause gelassen."
Er fummelt weiter.
"Ha! Da issa ja. Sie haben einen Hodenhochstand. Ist das schon mal behandelt worden?"
"Ähhhh... Nein... is das jetzt was schlimmes?"
"Nein. Nein. Kein Grund zur Beunruhigung. Sie können sich dann wieder anziehen und draußen nochmal Platz nehmen."
Zuhause unter der Dusche fühle und taste ich dann auch nochmal. Alles normal. Es hängt nix zu hoch und nix zu tief. Alles hängt da wo es hingehört. Also: kein Grund zur Sorge!
Ende der Geschichte? Nein. Es kommt noch besser ...
To be continued ...
Alles begann eigentlich ganz harmlos mit einem Brief vom Kreiswehrersatzamt mit der höflichen Aufforderung mich doch zur Musterung vorzustellen. Ich habe nie etwas auf die ganzen Mythen und Legenden, die sich um diese Veranstaltung ranken, gegeben. Nie. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich vor knapp 13 Jahren die Türschwelle des Kreiswehrersatzamtes in Hagen überschritten habe.
Erster Akt: Kreiswehrersatzamt
Es ist ein sonniger Tag. Das Kreiswehrersatzamt befindet sich in der vierten Etage. Als ich die Räumlichkeiten betrete bin ich verwundert. Alles Zivilisten. Hallo? Ich denke hier gehts um den Bund? Wo sind denn die ganzen Uniformierten hin? Egal. Die Dame hinter dem Schild "Anmeldung" ist weder freundlich noch unhöflich zu mir, reicht mir zahlreiche Formulare, einen Kugelschreiber und ein Klemmbrett, mit der Aufforderung das alles schon mal auszufüllen. Dann werde ich zum ersten mal aufgerufen. In einem miefigen Büro empfängt mich ein typischer Amtsschimmel. Zuerst nimmt er mir die ganzen Formulare ab. Dann schaut er mich über seine Lesebrille hinweg an.
"Wollen sie den Wehrdienst verweigern?"
"Äh. Nö. Eigentlich nicht."
Er tippt etwas mit seiner Schreibmaschine auf das bereits eingespannte Stück Papier.
"Wir hatten sie in unserem Anschreiben aufgefordert Nachweise über sportliche Leistungen mitzubringen. Haben sie da etwas?"
"Ja. Hier mein Seepferdchen und die ganzen Urkunden von den Bundesjugendspielen."
"Nee. Das meinten wir damit nicht."
Wieder hämmert er auf den Tasten herum.
Enttäuscht packe ich meine schönen Urkunden wieder ein.
"Gut. Dann können sie draußen wieder Platz nehmen, Herr Stör."
Als ich zum zweiten mal aufgerufen werde folgen Urinprobe, Gewicht und Körpergöße ermitteln, eine Blutabnahme usw. Direkt im Anschluss daran schiebt man mich in ein Zimmer, das mit einer jungen Dame und einem älteren Herrn besetzt ist. Sie sitzen sich an zwei aneinander gestellten Schreibtischen gegenüber. Rechts von mir steht eine Behandlungsliege und unmengen von diesen Plakaten, die die menschliche Muskulatur, das menschliche Skelett und das Nervensystem darstellen, zieren die Wände. Weil er ein Stethoskop um den Hals hängen hat vergebe ich dem älteren Herrn die Rolle des Arztes. Ich muss auf einem Stuhl mitten im Raum sitzen. Dann beginnt er ohne mich dabei anzusehen mit seinem Fragenkatalog.
"Rauchen sie?"
"Nein"
"Trinken sie?"
"Manchmal."
"Viel?"
"So normal halt."
"Nehmen sie Drogen?"
"Nö."
"Dann stehen sie mal auf und ziehen ihre Hose herunter."
Ich tue wie es mir angeordnet wird, und auf das Stichwort 'Hose runter' schaut die junge Dame gelangweilt aus dem Fenster.
Der Arzt rollt sitzend in seinem Schreibtischstuhl auf mich zu. Auf dem Weg zu mir streift er sich ein Paar Gummihandschuhe über.
"Umdrehen und nach vorne beugen!"
Ich drehe und beuge mich. Er fummelt mir am Hintern rum und murmelt dabei etwas wie "Jo... Hämorriden... Keine..."
"Gut. Wieder umdrehen und grade hinstellen."
Nun befummelt er mein Gemächt. Plötzlich stoppt er und schaut fragend zu mir herauf.
"Wo ist denn ihr rechter Hoden?"
Etwas verdutzt schaue ich zu ihm herab.
"Ich weiß nicht. Heute Morgen waren beide noch da und ich hab auch keinen Zuhause gelassen."
Er fummelt weiter.
"Ha! Da issa ja. Sie haben einen Hodenhochstand. Ist das schon mal behandelt worden?"
"Ähhhh... Nein... is das jetzt was schlimmes?"
"Nein. Nein. Kein Grund zur Beunruhigung. Sie können sich dann wieder anziehen und draußen nochmal Platz nehmen."
Zuhause unter der Dusche fühle und taste ich dann auch nochmal. Alles normal. Es hängt nix zu hoch und nix zu tief. Alles hängt da wo es hingehört. Also: kein Grund zur Sorge!
Ende der Geschichte? Nein. Es kommt noch besser ...
To be continued ...
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