
Seit neustem besitzen die Chefin und ich jede menge Haustiere. Nein, keine Katze und auch keinen Sittich. Wir haben uns für Mehlmotten entschieden. Allerdings nicht freiwillig. Sie sind einfach bei uns eingezogen.
Nachdem wir uns mit unseren neuen Mitbewohnern bekannt gemacht hatten, vollzog die Chefin eine erste radikale Maßnahme und entsorgte unsere gesamten Lebensmittelvorräte. Und weil es bei uns nix mehr zu holen gab sind die Herrschaften offensichtlich wieder ausgezogen. Zumindest ein Großteil der Sippe. Und für alle Motten, die sich dadurch nicht haben beeindrucken lassen habe ich heute den chemischen Joker in Form einer Lebensmittel-Mottenfalle gezogen. Das Ding klebte noch keine zwei Minuten in der Küche, da kamen auch schon zwei der Untermieter und tappen direkt in die Falle, also genauer gesagt, sie bleiben dran kleben.
Ha! Was ein geiles Zeug! Was da wohl drin steckt? dachte ich.
Die Packungsbeilage gab Aufschluss:
"Geruchlose Leimfalle mit Sexuallockstoff (Pheromon) zum Fangen von Dörrobst-, Speicher-, Dattel- und Mehlmotten."
Also, wenn ihr mich demnächst in der Küche vor dem Lebensmittelschrank antrefft und ich lustvoll am hächeln bin und mir der Sabber aus den Mundwinkeln tropft, dann wisst ihr was los ist ...
Phe|ro|mon, das; -s, -e [griech.-nlat.] (Biol. Wirkstoff, der auf andere Individuen der gleichen Art Einfluss hat, sie z.B. anlockt)